Zwischen Himmel und Erde
Aktualisiert: 24. Aug.
Es gibt diesen alten Satz: „Wie oben, so unten.“
Wir richten unseren Blick nach oben. Zu den Planeten, zum Mond und zu den Bewegungen am Himmel. Gleichzeitig leben wir hier unten, auf der Erde,
mitten in der Natur und ihren Rhythmen.
Diese Verbindung fasziniert mich.
Astrologie richtet den Blick auf den Himmel, auf Zyklen, Bewegungen und auf die Zeitqualität, die uns gerade begleitet. Die Natur zeigt uns diese Zyklen auf eine ganz andere, viel greifbarere Weise.

Der Blick nach oben
Der Himmel ist ständig in Bewegung.
Der Mond durchläuft seine Phasen. Planeten wechseln Zeichen, bilden Aspekte und ziehen weiter. Manche Zyklen dauern nur wenige Tage, andere Monate oder Jahre.
Astrologie bedeutet nicht, dass irgendwo festgeschrieben steht, was morgen passieren wird. Mich interessiert, welche Themen eine bestimmte Zeit mit sich bringt und wie wir diese in unserem eigenen Leben wiederfinden können.
Auch unser Leben verläuft in Zyklen.
Es gibt Zeiten des Aufbruchs und Zeiten, in denen wir uns zurückziehen. Zeiten, in denen vieles gleichzeitig in Bewegung kommt, und solche, in denen etwas Geduld gebraucht wird. Wir beginnen Dinge, entwickeln uns weiter, lassen etwas hinter uns und fangen wieder neu an.
Astrologie hilft, diese Bewegungen bewusster wahrzunehmen.
Der Blick zur Erde
Genauso wichtig ist der Blick auf das, was direkt um uns herum geschieht.
Die Natur zeigt ihre Zyklen jeden Tag.
Etwas keimt, wächst und blüht. Früchte reifen. Blätter fallen. Im Winter zieht sich das Leben zurück und im Frühjahr beginnt alles wieder von vorne.
Auch Heilpflanzen gehören dazu. Sie wachsen zu bestimmten Zeiten, entwickeln ihre Blüten, Samen, Wurzeln und Wirkstoffe. Vieles, was Menschen über Pflanzen wussten, entstand über Generationen hinweg durch Beobachtung und Erfahrung.
Auch die Jahreskreisfeste entstanden aus dieser engen Verbindung mit der Natur.
Licht und Dunkelheit, Aussaat und Ernte, Wachstum und Rückzug bestimmten das Leben viel stärker, als wir es heute gewohnt sind.
Zwischen Himmel und Erde
Hier treffen sich diese verschiedenen Themen.
Oben der Himmel.
Unten die Erde.
Und dazwischen wir.
Wir sind Teil dieser natürlichen Rhythmen. Auch wenn unser Alltag heute von Uhrzeiten, Terminen und Kalendern bestimmt wird, leben wir weiterhin mit den Jahreszeiten, mit Licht und Dunkelheit und mit unseren eigenen Phasen von Aktivität und Rückzug.
Dieses Zusammenspiel sollten wir verstehen lernen.
Astrologie, Mondzyklen, Heilpflanzen, Jahreskreisfeste, Natur und altes Wissen wirken auf den ersten Blick wie unterschiedliche Themen. Sie haben aber einen gemeinsamen Ursprung: den Menschen, der seine Umgebung beobachtet und versucht zu verstehen, in welchen größeren Zusammenhängen er lebt.
Beobachten, lernen und eigene Erfahrungen machen
Wir sollten dieses Wissen nicht einfach übernehmen.
Wir sollten neugierig erforschen, woher es kommt, lernen, beobachten und eigene Erfahrungen damit machen.
Bei einer Heilpflanze: Wie wurde sie traditionell verwendet und was wir heute über sie wissen. Bei einem Jahreskreisfest: Woher es kommt und welche Bedeutung diese Zeit für die Menschen hatte. In der Astrologie: Wie sich bestimmte Konstellationen tatsächlich im Leben zeigen können.
Dabei muss nicht hinter allem eine Botschaft stecken.
Es geht vielmehr darum, wieder genauer hinzusehen.
Auf das, was über uns geschieht.
Auf das, was unter unseren Füßen wächst.
Auf die Zyklen der Natur.
Und auf das, was sich gleichzeitig in unserem eigenen Leben bewegt.
Zwischen Himmel und Erde liegt unser Leben.
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